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So entstehen meine Filme

Film Endbearbeitung
Jetzt entsteht der eigentliche Film.


Filme schneiden macht Spaß. Für mich jedenfalls macht es mit den neuen digitalen Möglichkeiten (CASABLANCA, COMPUTER) ungemein viel Spaß einen Film entstehen zu lassen. Hier kann man richtig kreativ sein. Allerdings setzt das auch gutes Rohmaterial voraus ( eine Vielzahl von Einstellungen, verschiedene Perspektiven u.s.w.).

Der Zeitfaktor Aufnahme - Filmschnitt liegt etwa bei 1 zu 10 oder höher. Das heißt 1 Stunde Filmaufnahme bedeutet immer 10 Stunden Schnittarbeit oder mehr. Aber es lohnt sich jetzt besonders genau zu arbeiten. Der Film bekommt nun seine Struktur. Ich habe mir schon viel früher Gedanken darüber gemacht und es aufgeschrieben, wie mein Film aussehen, auf die Zuschauer wirken soll.

Die Szenen werden auf die Zeitleiste des Videoschnittprogramms oder bei Casablanca in das Storybord gelegt und arrangiert. Sie werden umgestellt, neu getrimmt, mit Effekten versehen und immer wieder die Wirkung ausprobiert, bis alles zur Zufriedenheit gefällt.

Ich achte bei meiner Arbeit darauf, dass die Laufrichtungen der Tiere immer gleich sind, deshalb wird eine Szene auch schon mal seitenverkehrt eingelegt. Wenn möglich versuche ich kleine Geschichten zu erzählen und lasse eine Szene nie für sich alleine stehen. Immer kommen noch zwei bis drei Szenen aus unterschiedlichen Einstellungen dazu, die das Gezeigte komplettieren. Deswegen schon bei den Dreharbeiten an genügend unterschiedliche Einstellungen denken. Effekte setzte ich sparsam ein. Überlege mir aber immer, ob der gezeigte Effekt auch in die Handlung passt, oder ob ein Effekt überhaupt sinnvoll ist.


So sieht es auf der Zeitleiste des Schnittprogramms aus.

Videofilter (sie werden immer auf die ganze Szene angewandt) gebrauche ich dagegen häufiger. Hierzu zählen zum Beispiel Farbveränderungen oder Helligkeitsausgleiche. Es gibt aber noch sehr viel mehr Möglichkeiten. Ausprobieren ist immer ein guter Tipp.


Grafiken und Tafeln

Sehr oft benutze ich Grafiken in meinen Filmen. Wie sie entstehen möchte ich jetzt erklären. Zunächst erstelle ich mir eine Zeichnung oder suche mir eine entsprechende Grafik. Sie wird dann mit dem Digitalfotoapparat abfotografiert ( Nahlinsen) und in den Computer auf die Festplatte übertragen.

Nun kommen die Fotobearbeitungsprogramme zum Einsatz. Teile des Bildes werden verändert, z.B. mit Farbe aufgefüllt, retuschiert, ausgeschnitten. Hier kommt auch häufig das Video Paint Programm welches mit dem Mediastudio 7 ausgeliefert wird, zum Einsatz. Die breite Palette von Bearbeitungsmöglichkeiten die diese Programme bieten, kann eingesetzt werden. Aber immer sollte das Ziel im Auge behalten werden. Weniger ist oft mehr. So entstehen mehrere Einzelbilder, die ich auf die Bildspuren im Schnittprogramm lege und miteinander durch Überblendungen oder andere Effekte verbinde.


Grafikbeispiele

In weiteren Videospuren, es können bei Mediastudio 7 bis zu 99 sein, lege ich Schrifttafeln, Pfeile, Punkte oder andere Elemente ein, die ich zu unterschiedlichen Zeiten, oft zum Text passend, aktiviere. Manchmal werden auch Bewegungsverläufe eingestellt, um Zeichen wandern zu lassen. So entsteht eine komplette Grafik.

Dieses ist auch bei Casablanca möglich. Der Weg ist nur ein wenig anders. Multilagen heisst hier das Zauberwort, Titelschrift und das Malprogramm AKABA seien hier genannt. Wer keinen digitalen Fotoapparat besitzt, kann das auch mit der Videokamera herstellen. Hier wird dann ein Einzelbild erstellt, verändert und bearbeitet.


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