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So entstehen meine Filme

Gerätschaften

Zunächst möchte ich die Gerätschaften vorstellen, mit denen ich meine Filme erstelle. Meine Kamera Canon XL 1 Mini – DV Standard. DV steht für Digital Video. Also keine Qualitätsverluste beim Arbeiten.


Die Kamera

Diese Kamera hat ein vernünftiges, in allen Bereichen interessantes Varioobjektiv und für größere Schärfe ein 3 CCD Aufnahmechip. Das wesentliche ist aber das Wechselobjektivsystem der Kamera. Ich kann das Original-objektiv der Kamera durch andere Objektive ersetzen. Eigentlich können an dem Gerät nur Canon Objektive verwendet werden. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ich hatte noch aus meiner Foto- und Filmzeit einige gute alte M 42 Objektive, die ich an der Kamera aus Kostengründen verwenden wollte. So besorgte ich mir von der Firma Canon als Ersatzteil ein Objektivbajonettanschluss und bastelte mir einen Adapter von Canonbajonett auf M 42 Anschlussgewinde.


Kameraanschluss


Adapter

Ich verzichte damit bei den Fremdobjektiven zwar auf eine autom. Blende und auf den Autofokus, es ist aber bei den Aufnahmen die ich mache nicht weiter schlimm. Im manuellen Betrieb der Kamera kann man jederzeit die richtige Blendeneinstellung kontrollieren und verändern.


Fotoobjektive von 400 - 50 mm Brennweite

Durch den Einsatz der Fotoobjektive erhalte ich supergroße Telebrennweiten. Um den gleichen Abbildungsmaßstab bei Fotoaperraten zu erzielen muss ich die Brennweite versiebenfachen. 400 mm Fotoobjektivbrennweite ergeben so 2800 mm Videobrennweite. Bei den langen und schweren Objektiven wird zusätzlich mit einer Stützbrücke gearbeitet, die ich selber herstellte, um das Anschlussbajonett der Camera nicht zu belasten. Hiermit lassen sich also sehr gute Fernaufnahmen von Tieren erstellen.


Kamera mit 4.5/350mm und Stützbrücke

Auch bei Nah - und Makroaufnahmen leisten mir die Fotoobjektive gute Dienste, da ich an die Tiere nicht so nah heran gehen muss und die Fluchtdistanz gewahrt bleibt, auch wenn ich mal mit Nahlinsen, Zwischenringen oder Balgengerät arbeite.


Weitere Objektive und Linsen für Nahaufnahmen

Zwischenringe und Balgengeräte sind Zubehörteile, die zwischen Objektiv und Kamera gebracht werden. Ich kann damit ohne irgendwelche Schärfeverluste extreme Aufnahmen im Makrobereich erstellen.


Kamera mit Zwischenring und Objektiv

Die Tiere können sogar größer als der Maßstab 1:1 abgebildet werden. So kann man ihnen buchstäblich in die Augen schauen.


Makroschlitten

Damit dieses auch gut funktioniert wird die Kamera auf einen Makroschlitten gesetzt. Die Schärfe der Aufnahmen wird nicht mehr am Objektiv eingestellt, sondern durch verändern der Entfernung der Kamera zum Aufnahmegegenstand. Dies geschieht durch einen mit einer Spindel versehenen Schlitten. Das Einstellen geht relativ schnell und präzise. Voraussetzung ist bei allen Aufnahmen aber ein gutes, standfestes, der Kameragröße angepasstes, Stativ. Ein guter Kopf mit langem Griff ist wichtig. Auf die Mittelsäule kann man verzichten. Sie führt, wenn sie ausgezogen wird, zu Wackeleien.


Kamera auf festem Stativ

Sollen im Nahbereich Zoomfahrten erstellt werden, gehört auf das Varioobjektiv eine Nahlinse. Es gibt unterschiedliche Stärken.


Mit Nahlinse

Sie werden auf das Objektiv geschraubt und erlauben dann Nahaufnahmen aus festgelegten Distanzen. Allerdings muss man zur Vermeidung von Randunschärfen mindestens die Blende 8 einstellen können.


Die Akkuleuchten

Zur Aufhellung des Motivs und zum Erreichen einer möglichst kleine Blendenöffnung setzte ich auch häufig Kunstlicht ein, welches ich mit zwei Akkuleuchten erzeuge. Wenn es farbneutral sein soll, werden Blaufilter vor die Leuchte gesetzt. Für Effekte ( Mischlicht) können die Filter auch weggelassen werden.

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