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So entstehen meine Filme

Ton Endbearbeitung
Der Film ist fertig geschnitten nun kommt der Ton.


Viele Amateure haben mit der Vertonung ihre Probleme. Schon während der Film geschnitten wird, mache ich immer wieder Tonbearbeitungen, um zum Beispiel nach dem Rhythmus der Musik zu schneiden oder um auszuprobieren, ob die Texte in ihrer Länge stimmen. Viele Textpassagen habe ich schon vorher während des Schnittes erstellt und spreche sie schon mal als Test auf den Film.

Erst viel später wird dann der Kommentar neu gesprochen und mit den Geräuschen und der Musik abgemischt. Immer hat der Kommentar in der Mischung den Vorrang. Er muss gut zu Verstehen sein und alle anderen Tonereignisse müssen sich in der Lautstärke unterordnen. In der Regel habe ich so immer 5-8 Tonspuren belegt. In den meisten Fällen kann der Originalton nicht verwendet werden, weil er durch Störungen ( Flugzeug, Auto, anderer Lärm, oder Windgeräusche ) unbrauchbar ist. Deshalb sollte man sich beizeiten ein Geräuscharchiv zulegen.

Sind manche Geräusche nicht vorhanden, konnten in der Natur auch nicht gut aufgezeichnet werden, wie rascheln oder auch Fressgeräusche, mache ich sie synchron nach. Auch Atmosphären erstelle ich mir selber durch Zusammenmischen mehrerer Geräusche. Alle Tonereignisse müssen in der Lautstärke stimmen. Ist mal kein Geräusch da, wird auch mal ein neutrales rauschen aufgezeichnet. Szenen ohne Ton sind zu vermeiden. Musik setze ich nur zur Unterstützung von Stimmungen ein.

Ein "Zukleistern" der Szenen mit Musik, die dann eventuell auch noch nicht einmal passt, muss vermieden werden. Aber immer ist es Gemafreie ( Rechtefrei ) Musik. Die Auswahl ist riesengroß. Firmen wie Highland oder blue valley bieten diese Musik auf CD kostengünstig an. Außerdem ist diese Musik häufig zeitlos und passt sehr gut zum Film.


Musik- und Geräusch - CDs

Alle Tonereignisse werden eingeblendet und ausgeblendet, was zu einer sanften Vertonung führt. Große Lautstärkeunterschiede des Tones sollten nicht vorkommen. Der Zuschauer bzw. Zuhörer wird es ihnen danken. Der Text muss für alle verständlich sein. Fachausdrücke nur im Notfall verwenden und dann aber unbedingt erklären. Im Laufe der Arbeit gibt es bei mir manchmal zehn und mehr Fassungen eines Textes. Immer wieder wird er umgestellt. Abgeschriebener Text kommt nicht gut. Er ist meistens für ein Prospekt oder für Bücher geschrieben und sollte nur als Grundlage für eigene Texte verwendet werden. Außerdem gibt es auch bei Texten ein Urheberrecht.


Textmanuskript

Beschreiben sie niemals das Bild. Mit dem Kommentar sollen Zusatzinformationen, die der Zuschauer nicht im Bild sieht, gegeben werden. Sehr gute Dienste leistet mir eine Stoppuhr. Schon bei der Erstellung des Textes kann ich ausprobieren ob er in seiner Länge überhaupt zum Bild passt. Dazu lese ich ihn laut vor.


Einfache Stoppuhr

Zur Sicherheit wir der Film zum Schluss zurücküberspielt auf ein Mini- DVKassette. Zur Vorführung erstelle ich eine DVD. So habe ich schon ein recht ansehnliches Naturfilmvideoarchiv. Sollten einmal weitere Kopien des Filmes gewünscht werden, können jederzeit von der Mini- DV- Kassette, in sehr guter Qualität, neue DVDs gezogen werden.


Das DVD-Archiv

Mit diesen kleinen nützlichen Tipps werden auch sie bald perfekte Naturfilme erstellen. Versuchen sie es doch mal.



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